Sonntag, 2. März 2008

Ein Wochenende in Kranjska Gora...

Jetzt ist es vorüber, das Erasmus-Wochenende in Kranjska Gora... Obwohl es wirklich super war da oben, bin ich jetzt wirklich froh darüber, wieder in unserer gemütlichen Wohnung zu sein und saubere Kleidung zu tragen!!!! :-)

Zu den Einzelheiten:
Am Freitag um 15:45 trafen sich ungefähr 120 Studenten auf dem Tivoli-Parkplatz um zusammen ihre Reise in den Schi-Ort Kranjska Gora anzutreten. Zu meinem großen Missfallen hatten nur wenige Ski-/Snowboardausrüstung dabei und so sah ich (meiner Meinung nach) unter all diesen Menschen mit wenig Gepäck aus wie ein Packesel, als ich mit meinem Rucksack, meiner Reisetasche und meinem Snowboard angetrottet kam... Ich fand jedoch bald Laura (FI), die auch so einiges dabei hatte und war beruhigt, nicht mehr die einzige zu sein!
Die riesige Gruppe wurde auf drei Busse verteilt und schon ging die Reise los. Nach einer sehr unspektakulären Fahrt kamen wir bei Dunkelheit in Kranjska Gora an und wurden gleich zu unseren Häusern begleitet. Ja - Häuser!! Für uns wurde nämlich ein drei- oder vierstöckiges Haus mit lauter 4-6-Bett-Zimmern gebucht. Da jedoch nicht alle in diesem einen Haus Platz hatten, wurde einfach noch ein zweites Haus gemietet.
Ich teilte mir mit Maria, Laura und Dori (eine Ungarin, die wir bis vor 5 Minuten noch nicht kannten) ein Zimmer mit zwei Stockbetten, einem Waschbecken und einem Fenster. Es war relativ schwierig, unsere Sachen darin zu verstauen, aber für ein Wochenende war dieses Zimmer wirklich leicht genug!!
Im Keller des Haupthauses befand sich der Partyraum. Dort holten sich alle gleich mal Bier oder ähnliches um den größten Hunger zu stillen. Gegessen wurde in einer naheliegenden Pension (3 min zu Fuß). Dies war beim besten Willen kein Gourmet-Lokal, doch wir waren ja schon an das fade Essen in Slowenien gewöhnt und so schlugen wir uns eben mit was auch immer es gab, die Mägen voll.
Am ersten Abend wurde also gleich ausgiebig gefeiert. Ich lernte viele neue Leute kennen und hatte einen Riesenspaß mit den alten und den neuen Kollegen. Natürlich konnten wieder mal nicht alle Anwesenden ihre Grenzen einschätzen und die Party eskalierte für einige sogar so weit, dass ein Student Kontakt mit der Polizei machen musste. An mir ging dieses Geschehen spurlos vorüber - ich hörte nur am nächsten Tag davon...
Der nächste Tag wurde mit Sportprogramm gefüllt. Wir hatten die Wahl, die Pisten von Kranjska Gora zu erkunden oder den Tag im Hallenbad zu verbringen. Ich wählte natürlich die erste Option, obwohl das Wetter schon am Morgen sehr bedrohlich aussah. Zusammen mit Laura machte ich mich deshalb schon zum frühestmöglichen Frühstück auf den Weg um pünktlich um 10:00 gestellt zu sein.
Wir waren auch pünktlich, was man von anderen nicht behaupten kann, konnten uns jedoch nicht alleine auf den Weg zur Piste machen, sondern mussten auf alle anderen warten, die sich noch Skiausrüstung (Anzüge, Schuhe, Ski) ausleihen mussten. So kamen wir erst um ca. 11:00 auf die Piste.
Insgesamt meldeten sich 10 Personen zum Skifahren/Snowboarden (glaube ich), es formten sich jedoch gleich kleine Gruppen, die den Tag zusammen verbrachten. Wir waren zu viert: Laura, Panu (beide Finnland), Dani (Spanien) und ich.



Wie ihr im Hintergrund schon sehen könnt, war das Wetter nicht ganz so ideal. Es war eigentlich ziemlich warm und der Schnee dementsprechend weich und "patzig", also auch etwas schwierig zum Fahren. Das Schigebiet in Kranjska Gora ist so aufgebaut: vorne gibt es ungefähr 3 oder 4 Pisten, die eher kurz und flach sind, doch man kann mit einem Sessellift so weit hinauffahren, dass man auf die andere Seite kommt. Dort findet man dann die spektakuläreren Pisten (also länger und steiler). Am Vormittag war dieser Verbindungslift leider geschlossen, doch etwas später, konnten wir auch die anderen Pisten nutzen. Der Vorteil dieses eher schlechten Wetters war, dass fast keine Menschenseele auf den Pisten war. Vor allem, als wir nach hinten fuhren, waren wir beinahe alleine. :-)
Ich bin wirklich froh, dass ich mein Snowboard bekommen habe, denn so konnte ich einen sehr tollen Tag mit meinen Freunden verbringen.
Um ca. 15:30 riefen die Mitarbeiter der SOU (die das Wochenende organisiert hatten) Dani an und teilten uns mit, dass sie mit dem Van jetzt wieder abgefahren seien, wir also zu Fuß mit unserer Ausrüstung in die Unterkunft hatschen müssen. Und nachdem es kurz darauf leicht zu tröpfeln begann, beschlossen wir, unseren Skitag zu beenden und wieder zurück zur Unterkunft zu gehen. Dies war zum Teil eine gute und zum Teil eine schlechte Entscheidung. Mitten in unserem Fußmarsch begann es nämlich in Strömen zu regnen - es blitzte und donnerte sogar!!! Wir waren also "waschlnass", als wir endlich unser Ziel erreichten.
Für den Abend war ein Fackelspaziergang angesagt. Ich zog es allerdings vor mich, nachdem ich mich heiß (oder eher lauwarm - mehr ging nicht) geduscht hatte, eine Zeit lang in meinem Bett zu verkriechen, da ich von diesem sportlichen Tag auch ziemlich müde war.
Am Abend war die nächste Party angesagt: Es handelte sich hier um eine "Absinth-Party"... wie der Name schon ankündigt, war das Hauptgetränk also der berühmt-berüchtigte Fenchelschnaps. Ich rührte dieses grausige Gesöff nicht an!!
Diese Party stand eher im Schatten des Vorabends, der ja wie schon erwähnt zum Teil eskaliert ist und es gab keine weiteren Ausschreitungen.

Und dann brach auch schon unser letzter Tag in Kranjska Gora an. Ich denke jeder war froh, heute seine Sachen und sich selber aus dem Haus zu retten - alleine vom Atmen in diesem Gebäude konnte man einen alkoholisierten Rauschzustand erreichen. Jeder der Vorräume war mit Flaschen, Gläsern, Bechern, Chipstüten, anderem Müll und vor allem getränkten Teppichen/Stühlen etc. vollgestellt. Der Boden im ganzen Haus war entweder glitschig (wenn die verschütteten Flüssigkeiten noch nicht getrocknet waren) oder klebte... an meine Schuhe will ich gar nicht mehr denken.
Deswegen verbrachten so ziemlich alle den Vormittag im Freien. Jeder lief in T-Shirts durch die Gegend, da die Temperatur enorm gestiegen war und Spitzen von ca. 21-22 Grad erreichte. Wir spazierten durch die Gegend und setzten uns entspannt in die Sonne.



Um 12:00 beluden wir wieder die Busse und verabschiedeten uns von unserem Wochenenddomizil. Auf dem Heimweg stoppten wir noch in Bled, wo wir eine Stunde Aufenthalt hatten. Maria und ich kosteten dort die für Bled so berühmten "Kremschnittas", mussten jedoch feststellen, dass uns diese Spezialität absolut nicht vom Hocker haut. Dies war für mich bestimmt die erste und die letzte Kremschnitta, die ich konsumiert habe!!

Alles in allem war es ein super Wochenende, das ich lange in Erinnerung halten werde. Trotzdem bin ich froh, wenn ich meine Wäsche (inkl. Schuhe) aus der Waschmaschine nehmen kann und so die letzten grausigen Spuren verwischt sind :-)

1 Kommentar:

Manu hat gesagt…

komisch, wieso hosch denn koan absinth trunkn?? hm... :)