Das Wochenende in Prag war zwar jeden Cent wert und unvergesslich, trotzdem zog es seine Folgen nach sich:
1.) War ich in universitärer Hinsicht ziemlich in Verzug geraten,
2.) ich war wieder krank und dieses Mal noch mehr als vor Ostern. :-(
Am Montag war blöderweise plötzlich in der Vorlesung Information Support for Business Decisions Anwesenheitspflicht und wir mussten uns trotz enormer Müdigkeit sehr früh aufrappeln und in die Uni düsen. (ich hatte natürlich verschlafen - eh klar)... Aerobics ließen wir jedoch ausfallen - auf etwas musste einfach verzichtet werden. Jede freie Minute wurde dafür genutzt, meine 3 Assinments aufzuarbeiten (natürlich schon wieder Slovenian Economy) oder Schlaf aufzuholen. Deswegen ließen wir uns an diesem Montag auch nicht im Parlament-Pub blicken. Ich fühlte schon am Montag, dass sich etwas gesundheitlich Negatives anbahnte, hatte jedoch leider keine Zeit mich "drei zu dagebn"...
Am Dienstag fühlte ich mich dann schon nicht mehr so gut. Trotzdem schleppte mich in die Uni zu Slovenian Economy, obwohl ich mir eine sehr langweilige und nervtötende Vorlesung erwartete. Dies war denn zwar auch der Fall, doch ich hatte eine nette Ablenkung - Thomas (ein Kärntner) hatte nämlich seine kleine 4-jährige Tochter dabei, welche in der Vorlesung neben mir saß und so hatte ich jemanden, den ich beschäftigen konnte. Ich gab ihr alle meine Stifte zum Malen, ließ sie mit meinem Handy spielen und bekam sogar einige wichtige Eintragungen in meinem Terminkalender von ihr :-) Am Nachmittag beschloss ich, meine Vorlesungen sausen zu lassen (wobei glücklicherweise eine davon ausfiel).
Trotzdem musste ich am Abend jedoch noch in die Uni fahren um mein Projekt-Team für E-Marketing zu treffen. Am folgenden Tag sollten wir nämlich unseren Projektfortschritt präsentieren. Ich hatte die Folien schon zu Hause vorbereitet, dass ich so schnell wie möglich wieder verschwinden konnte. Denn schon um 19:30 sollte ich mich mit den Finnen und Maria im BTC treffen. Für Johanna und Henriika war schon die letzte Woche angebrochen und sie wollten sich nochmal mit uns treffen um sich zu verabschieden. Obwohl ich schon recht spät dran war, leistete ich mir an diesem Abend trotzdem noch die Dummheit, bei der falschen Busstation auszusteigen und konnte dann mit meinem ganzen Sack und Pack (Laptop) quer durch das BTC-Gelände latschen bis ich endlich in der Vodafone-Arena ankam. Dort war die ganze Truppe (Johanna, Henriikka, Maria, Laura, Janne, Annuka und Annika) bereits versammelt und wir aßen zusammen im Casa Nostra. Anschließend hatten Johanna und Henriikka eine oder zwei Runden Bowling geplant und da ich mich zu diesem Zeitpunkt auch recht gut fühlte, machte ich mit.
Wir verließen die Arena um etwa halb 12 und versäumten genau den letzten Bus. Also gingen wir zu Fuß nach Hause - grooooßer Fehler!!! In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fantasierte ich wie im Delirium... ich muss schon sagen - sehr beängstigend, wenn man ständig von so komischen weißen Gestalten verfolgt wird...
Aus diesem Grund verzichtete ich auf den gesamten Mittwoch. Ich versuchte zu lernen, da ich am Donnerstag eine Zwischenklausur in Globalization and International Trade hatte, konnte mich jedoch kaum konzentrieren und es blieb leider nicht viel hängen. Ich versuchte irgendeinen Arzt ausfindig zu machen - es gibt hier nämlich Studentenärzte, bei denen Studenten dann nichts bzw. weniger bezahlen müssen - was sich jedoch als sehr schwierig erwies, da mir das blöde International Office einfach nicht antwortete. Kurzerhand beschloss ich am Mittwoch Abend, meine Sachen zu packen und früh morgens die Heimreise anzutreten, um dort zum Arzt zu gehen und mich zu Hause auszukurieren.
Gesagt getan - ich ließ meine Zwischenklausur ausfallen (die würde ich wohl nachholen können) und wurde um 14:04 von meiner Mama am Bahnhof abgeholt. Noch am selben Tag ging ich zum Doktor und bekam eine ganze Ladung Medikamente verschrieben.
Natürlich habe ich an diesem Wochenende auch einiges versäumt, was mich zwar störte - Am Freitag war Lauras Geburtstag und sie veranstaltete zusammen mit Ludek (welcher am Samstag seinen Geburtstag feierte) eine Party (das war mir ja noch eher egal, die zu versäumen), doch am Samstag wäre eigentlich der Ausflug in die Skocjan Caves, nach Lipica auf ein Gestüt und ein Essen in einer Osmika angestanden. Auf diesen Ausflug hatte ich mich schon wochenlang gefreut - doch es war mir einfach wichtiger, wieder gesund zu sein...
Und das war auch mehr oder wenier der Fall, als ich am Montag wieder in den Zug stieg.
Montag, 7. April 2008
Die woche nach prag...
Eingestellt von
Julia Knapp
um
15:05
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