Freitag, 29. Februar 2008

Auf nach Kranjska Gora!

Letzten Sonntag verbrachten wir ganz gemütlich zu Hause und machten unsere Aufgaben für die folgende Woche. Am Abend hatten wir mit ein paar Kolleginnen verabredet, zusammen ins Kino zu gehen. Sie sagten, wir sollten um 18:00 im Kino sein. Wir hielten uns natürlich an diese Zeit, stellten dort jedoch fest, dass der Film (27 Dresses) bereits um 17:30 gestartet hätte. Die nächste Vorstellung war erst um 19:10. Wir waren zwar etwas verwirrt, namen das Ganze jedoch gelassen und saßen uns gemeinsam mit Laura eine Zeit lang ins Cafe.
Der Film hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn war es zwar etwas gewöhnungsbedürftig, die Charaktere auf Englisch zu hören, ständig (ungewollt) auf die slowenischen Untertitel zu schauen, und deutsche Kommentare abzugeben... doch ich gewöhnte mich schnell daran. Ich denke ich werde hier noch öfter ins Kino gehen. Erstens schaue ich gerne Filme auf Englisch und vielleicht verbessert sich auch mein Slowenisch ein bisschen und zweitens kostete der ganze Spaß inklusive Popkorn und Cola nur ungefähr 8,00 Euro. Da könnte sich das Cineplexx noch einiges abschauen!!

In dieser Woche war ganz schön was los... Der sonst so ruhige und gemütliche Montag war in dieser Woche ganz anders: Zu unserer normalen Vorlesung von 09:00-11:15 sollte nämlich ein Gruppentreffen (11:30), Aerobics (14:00-15:30) und der Slowenisch Kurs (18:30-20:00) dazukommen.
Ich traf mich also um 11:30 mit der Gruppe (elephants), mit der ich bei dem Spiel am 2. Orientierungstag den 3. Preis gewonnen hatte. Die ganze vorherige Woche versuchte ich ständig, alle zusammenzutrommeln, da wir nur zusammen unseren Preis abholen konnten. Es waren dann auch alle da - außer natürlich die zwei Franzosen. Da sie auf mehrere Anrufe allerdings auch nicht reagierten, entschlossen wir, keine Rücksicht mehr zu nehmen und holten uns unseren Preis: 2 Kisten Barilla-Kekse mit Apfelfüllung. Wir teilten alles auf und so ging ich mit 4 Päckchen Keksen zu meinem nächsten Termin. Um halb 2 trafen Maria und ich uns nämlich mit Vesna, die uns zu unserer Aerobic-Stunde begleitete. Nach einer halben Stunde hatten wir endlich gefunden, wo wir hin mussten und mussten dort leider feststellen, dass wir nicht an dem Kurs teilnehmen dürfen. Tja... das war's dann mit der Bewegung :-)
Also fuhren wir erst mal heim und ruhten uns aus, denn am Abend war ja schon wieder der nächste Programmpunkt an der Reihe: unser zweiter Slowenisch Kurs
Um 18:30 startete der Kurs und unsere Lehrerin (Neja) legte gleich voll los und redete irgendwas auf Slowenisch daher... Wir waren erst mal etwas geschockt, weil ihr zwei Teilnehmer gleich auf Slowenisch antworteten und wir nicht mal ihre Frage oder was auch immer verstanden hatten. Es gab zwar einige Dinge, die wir in unserem ersten Kurs durchgemacht hatten und alle anderen nicht, doch auch für uns gibt es jetzt einiges an Aufholbedarf...
Nach dem Slowenischkurs machten wir uns gleich auf den Nachhauseweg, da wir noch unsere Vermieterin trafen und die Miete bezahlten.
An diesem Montag war in Ljubljana allgemeiner Trauertag, da der letzte Präsident gestorben ist. Deswegen wurde auch unser Erasmus-Treffen im Parlament Pub auf Dienstag verschoben.

Am Dienstag gab es Vorlesungsmäßig nicht viel Neues - wir gaben unser Mörder-Assignment für Slovenian Economy ab und waren froh, dass wir nicht wieder Hausübung bekamen. In E-Marketing präsentierte jedes Team ihre Projekt-Idee. Das haute irgendwie nicht ganz so hin, wie es sollte, da nämlich nur die Hälfte der Gruppen ihre Präsentation vorher an den Lektor gesendet hatte und die Dateien somit nicht verfügbar waren. Nach einem kurzen allgemeinen Chaos gelang es jedoch jeder Gruppe seine Vorhaben zu präsentieren :-)
Am Abend wurde das am Vorabend entfallene Erasmus-Treffen nachgeholt. Maria und ich wollten zwar eigentlich nur kurz vorbeischauen und nicht lang bleiben - aus einem Bier wurden dann jedoch zwei und drei... und da es so lustig war, beschlossen wir noch im Parlament-Pub, unser erstes studentisches Vergehen zu begehen und am nächsten Tag erst später zur Vorlesung (welche schon um 08:30 beginnen sollte) zu kommen. So gingen wir wieder mal erst um 03:00 nach Hause.

Am Mittwoch wachte ich um 9 auf und besprach mich gleich mit Maria (schrie also in ihr Zimmer: "Maria, mogsch du gia?" - "Na!" - "Ok!"), drehte mich wieder um und schlief nochmal eine Stunde :-)
Außerdem sollte am Dienstag wie von zu Hause angekündigt mein Snowboard ankommen. Als ich um 14:00 aus dem Haus ging, war es aber noch nicht da - als ich um 03:00 nach Hause kam auch nicht. Deswegen beschloss ich, am Mittwoch Sabina (Lek) anzurufen und nachzufragen, ob sie etwas weiß. Sie war wieder ausgesprochen nett zu mir, informierte mich, dass das Paket morgen (also Donnerstag) ankommen sollte und bot mir gleich an, dass der Fahrer es zu mir nach Hause bringen könnte, damit ich mich nicht mit Bus und Taxi plagen muss. Dieses Angebot nahm ich natürlich gerne an!! *g*
Am Abend stand wieder eine Vorlesung und unser Slowenisch-Kurs auf dem Programm. Bei der Vorlesung erfuhren wir, dass es sich wirklich gelohnt hatte, liegen zu bleiben, da die Lehrveranstaltung, die wir am Morgen gehabt hätten, aufgrund Krankheit der Lektorin, entfallen ist :-)
Im Slowenisch-Kurs erging es uns dieses Mal schon etwas besser. Wir verstanden mehr und es fiel uns auch schon wieder leichter, uns in der neuen Sprache zu verständigen.

Gestern hatten wir wieder einen sehr angenehmen Uni-Tag, denn auch gestern fiel eine Vorlesung aus und wir mussten so nur von 09:00-10:30 in die Uni. Danach machten wir uns gleich auf in die Stadt und anschließend ins BTC. Wir bummelten bis vier herum und kamen dann endlich nach einer ewig-langen Warterei an der Bushaltestelle um viertel vor 5 nach Hause. Dort wartete schon vor der Tür eine sehr angenehme Überraschung auf mich: Mein Paket mit meiner Snowboard-Ausrüstung. Es hatte also alles geklappt. Da wir ja am Vormittag in der Uni waren, sagte ich nämlich zu Sabina, dass meine Vermieterin (Smiljana) und ihre Eltern immer da wären, so könnten also sie das Tor öffnen und "die Fracht annehmen" :-)
Danke nochmal an alle, die mir bei diesem "Deal" geholfen haben!!!!!

So und heute um 16:00 fahren wir los nach Kranjska Gora. Ich habe jetzt schon wieder ziemlich viel Zeit verplempert und muss mich jetzt beeilen - ich muss nämlich noch aufräumen, meine Sachen packen und schon wieder einen Aufsatz für Slovenian Economy schreiben...

Ich melde mich nach meinem Wochenendausflug wieder ;-)

Samstag, 23. Februar 2008

International Teams...

Gestern stand bei mir ein Meeting mit einem meiner international Teams an, und zwar für das Projekt in der Vorlesung E-Marketing. Wir müssen hier eine Arbeit darüber schreiben, wie man es anstellen muss, um bei den Suchergebnissen einer Google-Suche ganz oben dabei zu sein. Und da die Lektoren dieser Vorlesung irgendwie auf Webseiten/Blogs etc. stehen, machen wir das Ganze nicht in Form einer normalen Seminararbeit sondern gestalten eine Website, die die ganzen Informationen enthält. Emilia (Polen), Jana (Slowakei), Daniel (USA) und ich trafen uns in der Uni und gingen dann gleich auf den schnellsten Weg in eine Pizzeria, wo wir alles bei einem netten Mittagessen besprechen wollten.
Jana teilte mir gleich mit, dass es üblich ist, hier eine große Pizza zu bestellen und dann nicht mal die Hälfte zu schaffen - man kann den Rest dann mitnehmen und hat so Mittagessen und Abendessen für die nächsten Tage... Gesagt getan, ich bestellte eine normale Pizza mit Melanzani. Ich habe glaube ich noch nie eine so große Pizza gesehen - die anderen (Jana und Emilia) machten es so, wie bereits beschrieben und packten die übrige Pizza ein - obwohl ich einen Riesenhunger hatte, schaffte auch ich es nicht, alles aufzuessen - nach 3/4 musste ich aufgeben (die beiden sagten jedoch, sie wären noch nie mit jemandem hier gewesen, der so viel Pizza geschafft hätte... naja... komisch).
Während dem Essen waren wir nicht sehr produktiv - es wurde vor allem geblödelt und gelacht, deswegen beschlossen wir, danach noch zu Jana Tee trinken zu gehen, um dort die Präsentation fertig zu machen.
Im Großen und Ganzen war der Nachmittag mit den Dreien wirklich nett, wenn die Präsentation aber auch viel schneller fertig sein hätte können ... hoffentlich wird da nicht immer so herumgetrödelt, sonst müssen wir uns da etwas anderes einfallen lassen.

Als ich dann ungefähr um 16:30 wieder zu Hause war, konnte ich meine Jacke und meine Kleidung gar nicht mehr riechen. Die blöde Pizza lag mir soooooo extrem im Magen, dass ich gleich einen Schluck Faulbeerer (Mamas Medizin) zur Rettung nehmen musste. Außerdem hatte ich extrem Kopfweh, deswegen legte ich mich erstmal hin und schlief ein Stündchen :-)
Auch am Abend stand nichts mehr auf dem Programm, so begaben sich Maria und ich auf die Couch und ließen uns von den Österreichischen Dancing Stars entertainen.
Noch heute riecht meine Kleidung von gestern extrem nach Pizza - deswegen kann ich mit 100%iger Sicherheit sagen, dass mich dieses Lokal nicht mehr sehen wird... Foculus ist einfach besser!!

Heute sollten wir eigentlich Assignments für Slovenian Economy schreiben. Wir müssen nämlich die Österreichische mit der Slowenischen Volkswirtschaft anhand diverser Kennzahlen vergleichen - klingt ja extrem spannend! Leider kamen wir noch nicht wirklich dazu, obwohl wir ständig zu Hause waren... Jetzt werde ich eben meinen Samstag Abend damit verbringen, mir Statistiken etc. anzusehen, immerhin habe ich auch morgen nicht viel Zeit, da wir am Abend mit ein paar anderen ins Kino (27 Dresses) gehen werden...

PS: Maria hat heute Steinpilz-Risotto gekocht und das war seeeeeeeeeeehhhhhr gut!!!! :-)

Donnerstag, 21. Februar 2008

Wochenende... juhui!!

Wieder eine Woche geschafft... jetzt haben wir die erste richtige Studienwoche hinter uns gebracht. Wir hatten bereits eine Präsentation und sollten heute einen Test haben. In Globalization & International Trade müssen wir nämlich jede Woche ein Kapitel aus einem Buch/einen oder mehrere Artikel lesen und schreiben dann zu Beginn der Vorlesung einen Test zur Überprüfung, ob wir alles gelesen haben und ob wir es mit dem bisher gelernten verknüpfen können... doch als wir uns dieses Reading im Copyshop holen wollten, wurde uns mitgeteilt, dass sie das richtige verloren haben. Ich habe da natürlich gleich dem Lektor ein e-mail geschrieben, dass es uns unter diesen Umständen unmöglich ist, beim Test etwas zu wissen, worauf er mir antwortete ich solle überall herumerzählen, dass der Test ausfällt *g*

So hatten wir heute einen recht angenehmen, wenn auch sehr theoretischen Tag... Die ganze Woche war eigentlich überhaupt sehr ertragbar: Am Montag musste ich zugunsten der Pflege meiner sozialen internationalen Kontakte leider auf Desperate Housewives und Grey's Anatomy verzichten, da wir zum Erasmus-Treffen ins Parlament-Pub gingen, doch es gibt ja noch Pro 7 und so hatten wir dann eben gestern unseren Serien-Abend :-) Ich denke, das werden wir jetzt öfter so praktizieren, denn die Montage im Parlament Pub sind wirklich immer sehr nett und so lernt man sich eben am besten kennen.
In der Uni haben in dieser Woche alle Vorlesungen begonnen und in denen, die schon letzte Woche begonnen haben, wurde so richtig Stoff gemacht. Für uns ist es teilweise deshalb etwas schwer, weil einige Lektoren sehr viel makroökonomischen Hintergrund voraussetzen. Mit unserer MCI-Bildung geht uns dieser etwas ab, da wir uns in unserer VWL-Vorlesung am MCI hauptsächlich auf Mikroökonomie konzentriert haben. Hier kommt mir jetzt meine Hussl-mäßige Vorbildung der HAK zugute :-) ...
Ein weiterer Nachteil, den alle Vertreter West-, Süd- und Mitteleuropas sowie aller anderen Kontinente haben, ist der, dass Lektoren anscheinend von der Selbstverständlichkeit ausgehen, wie es in den kommunistischen Ländern so abgelaufen ist... bin ich dumm, wenn ich nicht wusste, wie das mit der Staatsverschuldung und der Arbeitslosigkeit in Slowenien vor 10-20 Jahren genau war??? Naja, jetzt weiß ich jedenfalls alles/sehr viel darüber, immerhin haben wir das jetzt auf verschiedenste Weise in drei verschiedenen Vorlesungen diskutiert.
Wir machen also schon ziemlich viel Stoff in jeder Lehrveranstaltungen und auch mit der umfangreichen Freizeit sieht es immer schlechter aus, da wir immer mehr Readings bekommen und Assignments schreiben müssen. Außerdem bekamen wir in fast jeder Vorlesung ein Projekt/eine Seminararbeit aufgebürdet. Überall mussten wir uns in internationalen Projektteams gruppieren. Natürlich haben alle unterschiedliche Stundenpläne und es ist wirklich schwierig, Termine für ein Treffen zu vereinbaren :-(
Problematisch wird es vor allem, wenn Franzosen dabei sind. Maria kann da so ihre Lieder singen... und auch ich habe da schon so meine Problemchen: An unserem zweiten Orientierungstag spielten wir ja ein Spiel, bei dem wir verschiedene Dinge im Zentrum Ljubljanas suchen und Fragen beantworten mussten. Da unsere Gruppe (elephants) Dritter wurde, gewannen wir einen Preis, welchen wir uns jetzt abholen können. Das wäre ja ok, wenn wir nicht alle zusammen hingehen müssten und 9 Personen wären. Ich habe das einfach in die Hand genommen und allen E-Mails geschrieben mit verschiedenen Terminvorschlägen (es müssen nämlich die Öffnungszeiten des International Office auch noch berücksichtigt werden). Bisher haben mir alle geantwortet, außer natürlich die zwei Franzosen und als ich heute auf einen der beiden zuging und ihn fragte: "Hey, Alex, did you get my e-mail concerning the price we won..." sagte er nur: "Eeeuuuhhh, I don't understand!" - ich versuchte es mit 5 verschiedenen Formulierungen und war noch immer erfolglos. irgendwann sagte er: "i write you an e-mail" und ich ging, da es mir zu lästig wurde... bis jetzt habe ich jedoch noch nichts bekommen. eh klar!!!! Auf diese Mörderkonversation in Englisch ging ich gleich nach Hause, nahm mein Französisch Buch und las einen Text!!
(ich muss dringend wieder meinen französischen Wortschatz auffrischen...)

Auch sonst haben wir in dieser Woche sehr viel bewirkt... am Montag waren wir wiederholterweise im BTC, wo ich ein Druckerkabel kaufte - an dieser Stelle möchte ich meinen Dank an HP aussprechen, die so freundlich sind, beim Kauf eines neuen Druckers kein USB-Kabel mitzuliefern. Jetzt können wir frisch fröhlich alles mögliche ausdrucken - von zu Hause aus :-)
Außerdem haben wir unseren ersten Bibliotheks-Besuch hinter uns. Dort gibt es ein System, das uns etwas verwirrte... will man sich ein Buch ausleihen, muss man sich ein kleines Formular nehmen, sich zu einem Computer setzen und die Nummer des Buches ausfindig machen (nicht die ISBN-Nummer, sondern die Bibliotheksnummer). Wir taten das natürlich sogleich, hatten allerdings einige Probleme, die Nummer des Buches herauszufinden, da wieder mal alles slowenisch war und wir unsere Wörterbücher nicht dabei hatten. Eine andere Studenten zeigte uns dann, wo wir die gesuchte Information finden können und wir machten uns daran, die Formulare auszufüllen. Das hatten wir gleich (es waren ja nur 3 Zeilen) und wir gaben dies bei der Dame vorne ab. Wie wir unsere Zettel ausgefüllt hatten, brachte sie enorm zum Lachen... irgendwie verständlich, folgende Felder waren auszufüllen:
stevilka izkaznice: wir wussen nur, dass stevilka Nummer heißt, also schrieben wir hier die Nummer des Buches hin
Priimek in Ime: das war leicht - Name
Signatura: keine Ahnung was das heißt, also unterschrieben wir, obwohl es uns schon wunderte, warum es 10 Felder für Signatura gab...
Natürlich war es totaler blödsinn zu unterschreiben, jetzt wissen wir, dass stevilka izkaznice unsere Bibliotheksnummer (jeder Student bekommt eine eigene ID) ist und bei Signatura die Nummer des Buches hingehören, eigentlich logisch, wenn man genauer nachdenkt - aber wer macht das schon?

Und das wichtigste, was sich in dieser Woche getan hat: Das "Get-to-know-each-other-Weekend" steht an (29.2.-2.3. und die Anmeldungsfrist begann am Montag um 12:00. Wir wussten ja jetzt, wie knapp die Plätze sind und waren deswegen schon um 13:00 bei der SOU. Für das ganze Wochenende mussten wir € 70,-- bezahlen und es ist dann alles (Bus, Unterkunft, Verpflegung) in Kranjska Gora inkludiert. Leider haben wir noch kein genaues Programm bekommen, doch Panu sagte heute, es sollte möglich sein, dass wir am Samstag auf die Piste kommen und dank meiner lieben Organisations-Mutti, Michaela und Friedl wird es auch für mich möglich, mir mein Snowboard anzuschnallen!! DANKE!!! :-)

Sonntag, 17. Februar 2008

Postojna Caves und Predjama Castle

An diesem Wochenende waren wir komplett mit diversen Veranstaltungen ausgebucht: Am Freitag stand das "Get-to-know-each-other-Dinner" auf dem Programm. Leider hatten die Organisatoren dieses Abends anscheinend nicht genug Kombinationsgabe, dass sie so weit gedacht hätten, ein größeres Lokal auszusuchen. Von den ungefähr 500 Incomings in Slovenien konnten sich deshalb für diesen Abend nur etwa 50 Personen anmelden. Diese Gruppe fand sich um 18:00 im Fresco ein.
Dort bekamen wir dann ein dreigängiges Menü, das uns zwar nicht unbedingt umhaute, trotzdem war es genießbar. Der Abend war sehr nett, wenn es mit dem "get to know each other" bei der gewählten Sitzordnung (nämlich der Großteil an einer Tafel, also nebeneinander und der Rest auf kleine Tische verteilt) und aufgrund des nicht vorhandenen Platzes nicht so hinhaute. Wir redeten dann eben mit unseren Sitznachbaren, welche wie wir nach kurzer Zeit feststellten alle Deutsch redeten, außer natürlich zwei Spanier und die Finnen :-)
Nach dem Dinner machten sich Maria und ich gleich auf den Nach-Hause-Weg um am nächsten Tag für den Ausflug ausgeschlafen zu sein.

Gestern stand also der Trip zu den Postojna Caves und zum Predjama Castle an. Um 10:30 trafen sich alle beim Tivoli-Park, wo bereits unsere zwei Busse auf uns warteten. Nach einem kurzen Chaos, wie denn überprüft werden sollte, ob alle, die sich angemeldet haben, anwesend sind und ob auch ja niemand, der nicht für den Ausflug bezahlt hatte, in den Bus stieg, fuhren wir los. Bereits nach einer Stunde waren wir auch schon da.
Der Tag war wunderschön, die Sonne scheinte und es war deshalb recht angenehm (wenn man nicht direkt im kalten Wind stand). Vor den Höhlen bekamen wir unsere Tickets und um 12:00 öffnete sich die Tür zu den Postojna Caves. Es handelt sich hierbei um eine Karst-Erscheinung, die ein Wahrzeichen von Slowenien darstellt => ein zwei Millionen Jahre altes und 27 km langes Tropfsteinhöhlensystem.
Die Führung durch die Höhlen begann mit einer kurzen Zugfahrt durch die Höhlen. Ungefähr in der Mitte bzw. am höchsten Punkt angelangt, begann die geführte Tour mit einem Guide, der sich in den Höhlen sehr gut auskannte. Trotzdem erzählte er uns, könnte er sich in den komplizierten Gängen bei Dunkelheit auf keinen Fall zurecht finden und wäre verloren. Uns wurde dies kurz demonstriert, da das Licht für einen Moment ausfiel (keine Ahnung, ob das zur Show gehörte) und wir uns in völliger Dunkelheit befanden ...
Obwohl es eigentlich verboten gewesen wäre, Fotos zu machen, hat niemand etwas dagegen eingewendet, wenn wir wild herumgeblitzt haben... wie auch immer, meine Fotos sind fast alle verschwommen oder so :-(



Die Führung startete also beim höchsten Punkt, ging weiter über die "Russenbrücke" durch die Spaghetti-Hall in die Red- und die White-Hall und endete, als wir nach der Brilliant-Hall den tiefsten Punkt erreicht hatten und zurück in die größte Halle gingen, wo manchmal sogar Konzerte etc. veranstaltet werden.
In dieser großen Halle gab es außerdem ein Aquarium, in dem ein Tier zu sehen war, welches es weltweit nur in den Slowenischen Karst-Höhlen gibt: den "human fish"



Nachdem wir diese komische Laune der Natur auch eingehend betrachtet hatten führte uns unser Begleiter wieder zurück zur "Slowenischen U-Bahn-Station" und wir beendeten unseren Höhlenbesuch mit einer letzten Zugfahrt :-)

Gleich darauf ging es weiter zum Predjama-Castle. Jama ist slowenisch und bedeutet Höhle. Über setzt heißt dieses Bauwerk also: "Vorhöhlen-Schloss" und das zurecht, denn diese Burg wurde vor eine etwas kleinere Karst-Höhle gebaut. Wir lernten dort, dass sich das Schloss früher (im 12. Jhdt) noch in der Höhle befand, später wurde das ganze aber nach außen versetzt und es gibt jetzt also ein Vorhöhlen-Schloss. Leider wird der Teil des Schlosses, der sich in der Höhle befindet, gerade restauriert, deswegen konnten wir dort nicht hineingehen. Unsere Führerin erzählte uns viel über die Legenden und die Geschichte dieses Schlosses, was sehr interessant und lustig, aber auch erschreckend war. So gab es zum beispiel in dem mittelalterlichen Schloss einen eigenen Gerichtssaal. Gleich nebenan befand sich die Folterkammer und der Kerker... in die Folterkammer hatte man übrigens den besten Ausblick vom Schlafzimmer aus!!!
Weiters gab es im Gericht eine sehr mysteriöse Tür aus Eisen, als wir danach fragten, erzählte uns die Führerin, dass sich dahinter nur ein Loch befindet - ein Tunnel, der 60 Meter weit abfällt. "Mit Hilfe dieses Loches wurde die Todesstrafe vollzogen, was sehr effizient war" (so die Frau)

Die Hälte der Wände des Schlosses stellen übrigens logischerweise die Felsen dar. Deswegen war es drinnen ausgesprochen kalt und ich war froh, wieder in die Sonne zu kommen, als wir von dem Gebäude alles gesehen hatten.



Nach diesem wirklich sehenswerten Ausflug kamen wir dann um ca. 17:30 mit einem Mordshunger wieder in Ljubljana an. Deswegen machten wir uns schleunigst auf den Weg irgendwohin etwas essen. Wir wurden von Johanna, Henriikka und dem Belgier Nicolas begleitet. :-)
PS: Schwarzwald-Palatschinken (Desert) sehr zu empfehlen!!!

Freitag, 15. Februar 2008

Valentin und andere Leiden

Schon wieder sind drei Tage vergangen, in denen sich einiges getan hat. Obwohl wir am Dienstag wie gesagt absolut keine Lust hatten, Bäume auszureißen, kam Laura am Abend zu uns. Wir zeigten ihr ganz stolz unser Heim und saßen eine Zeit lang zu erst zu dritt und später, als Panu (Finnland) zu uns stieß zu viert zusammen.
So stieg unsere Motivation, uns mit unseren Freunden noch etwas länger herum zu treiben und wir trafen uns mit Petra, Michaela und Nastia (alles Sloweninnen) und zogen los in die Orto-Bar. Dort trafen wir noch Vesna (Slo) und Freddy (NL) und somit war unsere Runde komplett.
Obwohl es noch sehr lustig war, verabschiedeten sich Maria und ich als der Lokalwechsel bevorstand, da wir so kein Taxi nehmen mussten und aufgrund der Nähe zu unserer Wohnung zu Fuß nach Hause gehen konnten.

Wir kamen also am Dienstag schon wieder sehr spät ins Bett und schliefen uns deswegen am Mittoch laaaange aus, da unsere Vorlesung sowieso erst um 16:00 startete. Es handelte sich bei dieser VL um E-Marketing, wo es hauptsächlich um Web 2.0 und die rasante Entwicklung des Internets geht. Auch hier mussten wir wieder internationale Projektgruppen bilden. Daniel, unser Projektleiter, versicherte uns, er würde uns am Abend noch ein E-Mail senden, da wir uns am folgenden Tag (also gestern) treffen wollten um ein Thema für unser Projekt auszusuchen. Immerhin müssen wir am Dienstag schon unsere erste Präsentation halten.
Leider war das E-Mail noch immer nicht da, als ich ins Bett ...

Gestern war Valentinstag:



Leider erwartete weder Maria noch mich eine blumige Überraschung als wir morgens aufstanden und uns auf den Weg zur Uni machten. Es sollte unser erster "anstrengendere" Tag werden, an dem wir gleich 2 Vorlesungen hatten: Slovenian Economy und Globalization and International Trade.
In Slovenian Economy arbeite ich jetzt mit zwei Franzosen (Mathieu und Pierre Anthony) zusammen. Auch Maria hat zwei Franzosen in ihrer Gruppe, einer davon heißt Baptist und hat wirklich etwas Ähnlichkeit mit meiner Fantasievorstellung von "Jean Baptist Grenouille" (so gemein das auch klingt) In dieser Formation müssen wir dann eine Seminararbeit schreiben, in der volkswirtschaftliche Entwicklungen/Modelle von 3 verschiedenen Nationen verglichen werden.
Globalization and International Trade wird vermutlich eine sehr anstrengende Vorlesung. Wir müssen hier jede Woche einen Text (ca. 20-30 Seiten) lesen und haben dann immer einen Test über das Gelesene. Es gibt dann zwar keine Schlussklausur, ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, was mir lieber gewesen wäre :-)
Nach dieser Vorlesung sollte ich eigentlich meine E-Marketing-Projektgruppe treffen, da ich aber keinen der drei fand, fuhr ich nach Hause. Das stellte sich als Fehler heraus, denn so versäumte ich unsere erste Projektsitzung :-(

Am Abend trafen sich Maria und ich wieder mit Laura bei ihr zu Hause um anschließend zusammen ins Companeros, wo eine Valentins-Party stieg. Amor musste zu diesem Zeitpunkt aber anscheinend schon ein paar Bierchen gekippt haben, denn er verfehlte mich auch diesmal wieder weit :-)
Trotz Herzschmerz aufgrund mangelnder seelischer Zweisamkeit blieben wir aber bis zum bitteren Ende und zogen anschließend noch mit unseren finnischen und slowenischen Kollegen weiter in die Kebap-Bude (Kebap nach dem Ausgehen ist wirklich international!!!)

Heute wollte ich meinen Tag sportlich beginnen, ich stand zwar früh auf, doch war bis jetzt durch unsere verstopfte Toillette abgelenkt. Jetzt ist dieser blöde Umstand aber auch wieder behoben und ich schnalle mir gleich meine Inline-Skates an...

Bis später oder so!!

Mittwoch, 13. Februar 2008

so kann's weiter gehen

Die erste Woche an der Uni hat begonnen... Gestern hatten wir erstmals die Vorlesung Information Support for Business Decisions. Laut Stundenplan sollte diese Veranstaltung von 09:00 bis 12:00 dauern. Unser Lektor stellte jedoch gleich zu Beginn klar, dass wir zwar 3 Einheiten haben, eine Einheit aber nur 45 min dauert und wir so um 11:15 wieder gehen können. :-)
Er legte dann gleich mit dem Stoff los und gab uns einen Artikel, den wir bis nächste Woche lesen müssen. Die Vorlesung war recht interessant, wenn für uns auch nicht viel Neues dabei war, und wir waren ziemlich überrascht, als der Lektor um 10:15 sagte: "So, that's it for now - see you next week!"
So gehe ich gerne in 3-Stunden-Vorlsungen *gg*
Danach eilten wir gleich ins International Office, um den Leuten dort unsere Entscheidung bezüglich der Stundenplanänderung mitzuteilen, wurden allerdings sofort wieder weggeschickt, da wir vorher das MCI kontaktieren müssen, um uns die Erlaubnis zur Änderung zu holen und dann mit dem Learning-Agreement wieder kommen sollen. Sie empfohlen uns, erst am Ende der Woche zu kommen, versicherten uns aber, dass wir noch Platz in der von uns gewählten zusätzlichen Vorlesung haben.
Um auf dem Laufenden zu bleiben und nichts zu versäumen saßen wir am Abend wieder vorm Fernseher und schauten Desperate Housewives und Grey's Anatomy. :-)

Heute starteten wir wieder um 09:00 mit "Slovenian Economy". Ich glaube, diese Vorlesung wird uns künftig etwas mehr abverlangen als die gestrige. Hier müssen wir internationale Gruppen bilden und dann eine Arbeit über ein volkswirtschaftliches Thema schreiben, in der wir 3 Nationen vergleichen. Ich habe heute noch nach keiner Gruppe gesucht, was gar nicht so klug war, da wir bereits am Donnerstag eine Gruppe haben sollten und bereits mit Themenvorschlägen kommen sollten...
Am Nachmittag spazierten wir wieder mal zur SOU - erstmals nicht wegen der Wohnungssuche, sondern weil wir uns für den Ausflug in die Postonja-Caves und zum Predjama-Castle anmelden wollten. Zu unserem großen Bedauern wurde uns jedoch gleich mitgeteilt, dass der Bus schon voll wäre und wir uns lediglich auf die Warteliste setzen lassen könnten. Obwohl diese Liste schon fast eine Seite lang war, schrieben wir uns dazu und zogen wieder ab. Wir hoffen jetzt darauf, dass es so viele Interessenten gibt, dass ein zweiter Bus organisiert wird - ansonsten müssen wir eben privat dort hin fahren...
Um 14:00 trafen wir heute wieder Laura bei Joe Pena's (schon wieder) um Mittag zu essen und um ca. halb 19:30-20:00 wird sie zu uns kommen und unsere Wohnung in Augenschein nehmen. Ob wir im Anschluss noch ausgehen kann ich jetzt noch nicht sagen - habe aber momentan gar keine Lust darauf!!!

Montag, 11. Februar 2008

a gmiatlachs Wochenende

Nachdem wir am Donnerstag ausgiebig gefeiert hatten, verlief das restliche Wochenende eher gemütlich:
Am Freitag war "Prešernov dan" - ein Kulturfeiertag für den bedeutensten Dichter von Ljubljana (dessen Geliebte, für welche er 13 Sonnette geschrieben hat, übrigens Julia hieß). An diesem Tag sind sämtliche Kulturveranstaltungen, also Theater und so weiter gratis zu sehen und man kann auch alle Museen gratis besichtigen. Da ich jedoch meinen Schlaf, den ich in der Nacht versäumt hatte, am Vormittag nachgeholt habe, hatte ich erstens nicht mehr viel Zeit und außerdem nicht wirklich Lust auf Museumsbesuche. Ich besuchte lediglich 2-3 Gallerien, welche mich auch nicht vom Hocker gehauen haben und das wars dann auch mit meiner Kultur-Tour...
Dafür kamen wir am Freitag zu einer anderen für unser restliches Semester hier sehr wichtigen Erkenntnis. Wir waren Essen im "Joe Pena's", den zweiten Mexikaner im Zentrum und stellten fest, dass uns das Menü dort sogar noch besser schmeckte als in der Cantina Mexicana - wer uns also besuchen kommt, der kann sich schon mal auf Joe Pena's einstellen ;-)
Am Abend machten wir es uns vor dem Fernseher gemütlich und beäugten kritisch die neuen österreichischen Dancing-Stars...

Gestern vormittag fuhren wir zuerst wieder ins Zentrum um uns mit Gemüse und so weiter vom Markt auszustatten. Am Nachmittag fuhren wir nochmal ins BTC, da Maria dringend noch ein Möbelstück (einen Tisch, ein Kästchen oder was auch immer) für ihr Zimmer brauchte und ich endlich mein am Mittwoch bestelltes Ladekabel für mein slowenisches Handy abholen wollte. Gott sei Dank gibt es hier in Laibach einen Lidl, wo wir letztendlich für Maria etwas passendes fanden. Auch ich hatte Glück und bekam endlich mein Kabel. So bin ich seit gestern Besitzer eines funktionierenden Handys mit slowenischer Telefonnummer :-)
Der Fernseh-Abend vom Vortag erwies sich als sehr angenehm und gemütlich, deswegen beschlossen wir gestern kurzerhand, dies zu wiederholen. Das Grand-Finale dieser ausgiebigen "Glotzerei" stellte das Michael Jackson Konzert dar... *g*

Auch heute hatten wir einen ziemlich faulen Tag. Wir fuhren Vormittag in den Tivoli-Park und spazierten dort etwas durch die Gegend. Leider fanden wir keine Bank in der Sonne und setzten uns deshalb irgendwann in den Halbschatten, was nicht wirklich sinnvoll war, denn der Wind war doch noch ganz schön kalt. Wir saßen also kurz herum und freuten uns dann umso mehr darauf, wieder nach Hause zu fahren, um uns wieder aufzuwärmen.

Heute habe ich mir außerdem meinen Stundenplan genau zu Gemüte geführt und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich wenn möglich folgende Kurse belegen werde:
- Information Support für Business Decisions
- Slovenian Economy
- International Marketing
- E-Marketing
- Economics of Transition
- Globalization and International Trade

Morgen geht der Studienalltag an der Uni los. Unsere erste Vorlesung nennt sich "Information Support for Business Decisions", ich glaube zwar nicht, dass wir in dieser Vorlesung noch viel Neues lernen werden, doch wir werden sehen, was uns das MCI da wieder mal aufgezwungen hat... :-)

Freitag, 8. Februar 2008

Welcome Party im KMS

Gestern fand die erste große Party für alle Incomings in Ljubljana statt. Wir starteten unsere "Tour" bei Laura, unserer Tutorin. Es war gestern unser erster Besuch bei ihr. Sie besitzt ein kleines Studio-Appartement nahe dem Zentrum von Ljubljana. Leider hatte sie nur 2 Stühle, war wir jedoch durchaus verstehen können, da sich unser "Stuhlbesitz" auch auf 2 beschränkt.
Nachdem alle (2 Freundinnen von Laura - Vesna und Petra) eingetroffen waren, zogen wir los ins Zentrum. Wir tranken noch einen Cocktail im Skelet und trafen recht früh im KMS, der Bar, wo die Welcome-Party stattfand ein. Anfangs war es noch ziemlich leer, doch ungefähr innerhalb einer Stunde war die Bar so voll, dass man sich kaum noch bewegen konnte.

Wie bereits gestern beschrieben, gab es eine Kleidervorschrift. Wir waren dem gegenüber zwar vorerst etwas skeptisch eingestellt, doch es erwies sich als ausgesprochen lustig, sich gegenseitig verschiedene Sachen auf die T-Shirts zu schreiben...
Für uns war es zugleich eine Kennenlern-Party für die neuen Studenten und eine Abschiedsparty für unsere Kollegen aus dem Sprachkurs, welche ihr restliches Semester in Koper oder Maribor verbringen.
So ergab sich auf unseren T-Shirts ein wilder Mix aus Unterschriften neu-kennengelernter (und großteils wieder vergessener) und Abschiedsworten und Glückwünschen unserer abreisenden Freunde. Das Resultat sah so aus:

2. Orientationtag

Heute fand unser zweiter Orientationtag an der Faculty of Economics statt. Wie schon erwähnt überschnitten sich die Orientierungstage mit den letzten Tagen des Sprachkurses und da Maria bereits zweimal gefehlt hatte, konnte sie heute nicht mit mir zur Faculty kommen.
Ich schlug mich also alleine durch eher langweilige Kursvorstellungen und einen recht interessanten Vortrag über die Slowenische Geschichte (das meiste davon war zwar Wiederholung, aber was soll's ...)

Für den Nachmittag stand ein von den Tutoren organisiertes Spiel auf dem Programm. Der Zweck dieses Spiel war es, die Hauptstadt besser kennen zu lernen. Die Studenten wurden in Gruppen eingeteilt (meine Gruppe: "elephants") und wir mussten verschiedene Aufgaben erfüllen und Fragen Ljubljana betreffend beantworten. Meine Gruppe bestand aus einer Ungarin (Hoda oder so), einer Deutschen (Annalena), zwei Spanierinnen (Patricia und Neus), einem Amerikaner (Caleb), einem Südkoreaner (Li - zumindest nennen wir ihn so, weil keiner seinen wirklichen Namen aussprechen kann), und zwei Franzosen (Alexandre und Sylvain). In meinen bisherigen 4 Wochen konnte ich jedoch schon einiges in Erfahrung bringen und wir waren so recht schnell. Trotzdem schafften wir es nicht zu gewinnen und wurden "nur" dritte. Dies lag glaube ich daran, dass wir als letzte Aufgabe eine Postkarte von Ljubljana kaufen mussten, welche dann von einem Einheimischen auf Slowenisch beschrieben werden musste. Da wir in dem von uns gewählten Shop sehr lange auf die Verkäuferin warten mussten... So gewann jeder von uns ein "Barilla-Package".
Ich wollte das ganze zwar mit Fotos dokumentieren, dazu blieb jedoch leider gar keine Zeit mehr :-(
Nach diesem eher anstrengenden Tag wurden wir von einem Riesenhunger geplagt und ich ging mit den Spanierinnen und zwei weiteren eine Pizza essen.

Am Abend steht heute noch eine Welcome-Party auf dem Programm. Hier müssen wir alle ein weißes T-Shirt tragen, welches dann beschrieben wird... mal sehen!!

Donnerstag, 7. Februar 2008

Übrigens... die Fotogalerie

Wie ihr alle schon bemerkt habt, habe ich links in meinen Blog eine Diaschau eingefügt. Hinter dieser Slideshow steht ein Webalbum. Leider kann ich jedoch immer nur ein Album verlinken und es sind somit bei der Slideshow nicht alle Fotos sichtbar.
Wenn ihr meine restlichen Fotos ansehen wollt, so klickt einfach auf die Diashau und es öffnet sich ein neues Fenster wo das jeweilige Foto nochmal angezeigt wird. Genau darüber gibt es eine kleine Navigation, wo man die "Öffentliche Galerie von julia" anzeigen kann. Dort findet ihr meine diversen Fotoalben und könnt ein paar Eindrücke von meinem Leben hier in Ljubljana erhalten!!

Viel Spaß dabei!!

PS: Manche Alben werden immer wieder mal aktualisiert - das heißt, ich füge einfach neue Fotos hinzu... einfach aufs Datum schauen ;-)

Me govorimo dobro slovensko!!!

Heute hatten wir unseren ersten Orientierungstag an der Faculty of Economics. Dies ist die erste Situation, in der die Organisation und Abstimmung des Programmes der verschiedenen Fakultäten hier in Laibach nicht passt. Unser Sprachkurs sollte nämlich bis Donnerstag, 07.02. dauern, wobei am 06.02. die schriftliche Prüfung und am 07.02. die mündliche Prüfung stattfinden sollte. Genau an diesen beiden Tagen standen für Maria und mich jedoch die obligatorischen Orientierungstage an unserer Fakultät auf dem Programm. Deswegen brachten wir unsere Prüfung schon gestern hinter uns.

Obwohl das Lernen auf die Prüfung etwas zu kurz gekommen ist, fiel es uns nicht schwer, die geforderten Aufgaben zu erfüllen.
Wir hatten vorher keine Vorstellung davon, was von uns gefordert würde und waren deshalb etwas aufgeregt - vor allem, da uns viele Vokabeln nicht mehr einfielen ...
Die Prüfung begann dann mit dem mündlichen Teil: Jeder von uns wurden fünf Fragen gestellt, welche wir kurz oder lang beantworten mussten. Dies war überraschend einfach und wir bekamen sofort jeweils 100% für den mündlichen Teil.
Anschließend mussten wir in einen anderen Raum gehen, um dort die restlichen Teilnehmer an der schriftlichen Prüfung zu treffen. Insgesamt besuchten fünf Personen von der Faculty of Economics den Sprachkurs, wir waren also bei diesem Teil der Prüfung nicht alleine. Auch dieser Part war nicht von besonderer Schwierigkeit und wir sind zuversichtlich, dass wir unsere ersten beiden Credit Points für unser Auslandssemester in der Tasche haben.

Am Abend trafen wir uns gestern noch mit Laura, unserer Tutorin, um mit ihr in unser (mittlerweile mehr oder weniger) Stammlokal "Skelet" zu gehen. Obwohl wir eigentlich nicht vorhatten, lange zu bleiben, fielen wir erst um 03:00 in unsere Betten und waren demnach heute eher müde als wir 3 uns wieder trafen, um gemeinsam zur Faculty of Economics zu fahren.
Dort angelangt trudelten langsam alle Incomings ein und wir sahen uns interessiert und neugierig um, wer für die nächsten Monate unsere Kollegen sein werden.
Im Zuge der ersten Infoveranstaltung mussten sich alle kurz vorstellen und wir bemerkten, dass der Großteil der Studenten aus Frankreich kommt. Von Internationalität kann man also nicht wirklich sprechen: Es befinden sich nur 2 Amerikaner und 2 Süd-Koreaner unter den Auslandsstudenten. Der Rest kommt aus Europa. Aus Österreich kommen 5 Personen - darunter sind 4 MCI-Studenten (inkl. Maria und mir) ... Wir hatten die beiden übrigens noch nie vorher gesehen :-)

Den zweiten Teil der Infoveranstaltungen ließen wir beide ausfallen, da wir dort keine neuen Informationen mehr bekommen hätten. Für morgen stehen am Vormittag wieder einige Vorträge auf dem Programm. Maria kann jedoch leider nicht anwesend sein, da sie im Sprachkurs schon zweimal gefehlt hat und so dort erscheinen muss. Ich würde eigentlich auch lieber den Sprachkurs besuchen, da es der letzte Tag sein wird und anschließend alle zusammen Mittagessen gehen, werde mir jedoch wohl oder übel die Vorträge an der Fakultät anhören, da wir dort möglicherweise nützliche Informationen erhalten können. Jetzt muss Maria eben unsere alten Kontakte pflegen und ich morgen neue knüpfen.
Für den Nachmittag wurde eine Art Spiel angekündigt, bei dem die Studenten in Gruppen eingeteilt werden, welche dann ausströmen um diverse Informationen über Laibach zu erhalten und Fragen zu beantworten. Da bin ich ja gespannt, ob mir meine bisherigen drei Wochen an Laibach-Erfahrung zu Gute kommen ... Ich werde das Ganze natürlich brav fotografisch dokumentieren und halte euch jetzt (hoffentlich) wieder regelmäßiger auf dem Laufenden.

Umzug in die eigene Wohnung

Nach einer etwas längeren Schreibpause melde ich mich aus unserer eigenen Wohnung hier in Ljubljana zurück... Schon super, wenn man endlich einen Ort hat, den man daheim nennen kann ohne dass einem ein Schauer über den Rücken läuft und sich der Magen zusammenkrampft *gg* (das ist natürlich pure Übertreibung)

Am Donnerstag, den 31.01.2008 konnten Maria und ich endlich in die Wohnung einziehen. Da sich unser letzter Umzug mit dem ganzen Gepäck eher schwierig gestaltet hatte und das Gepäck auch nicht geschrumpft war, kam uns meine Familie zu Hilfe. So konnten wir ganz praktisch unser Hab und Gut in das Auto packen und direkt zur neuen Bleibe transportieren. Dort packten wir jedoch noch nichts aus, sondern ließen alles einfach liegen und stehen und fuhren mit meiner Familie übers Wochenende mit nach Österreich.

Ich verbrachte ein sehr erholsames Wochenende daheim, wurde von meiner Familie verwöhnt und so fiel es mir am Sonntag ziemlich schwer, mich wieder zu verabschieden. Trotzdem begab ich mich um 16:00 (wieder mit einigen Taschen usw. an Gepäck) in den Zug um zurück in meine momentane Heimatstadt zu kehren. Die Fahrt mit dem Zug war sehr angenehm, der Umstieg in Schwarzach-St. Veit bereitete mir auch keine Probleme, da ich nicht einmal den Bahnsteig wechseln musste. Doch fuhr mein Zug in Ljubljana am Bahnsteig 6 ein und ich hatte eine weite Strecke bis zu den Taxis vor mir :-( ... dieses "Training" verursachte mir 3 Tage Muskelkater...!!!!
Es ist also nicht verwunderlich, dass ich hundemüde war, als ich um ca. 22:00 die Wohnung betrat. Hier musste ich kurz einen innerlichen Kampf führen, ob ich wirklich noch alles auspacken soll oder lieber einfach alles liegen und stehen lassen sollte um mich sofort ins Bett zu legen. Erstaunlicherweise siegte der bekanntlich nicht sehr stark ausgeprägte Ordnungsfanatiker in mir und machte die Wohnung mit Hilfe meiner 1000 Sachen wohnlich.

Am Dienstag (gestern) stieß dann auch Maria zu mir und wir schrieben sofort eine Liste an diversen Gegenständen, die uns für unser volles Glück im neuen Heim noch fehlten. (zB Wäscheständer, Mülleimer, div. essbare Dinge, Decken...)
Da ich für die Liste zuständig war, hatten wir sie natürlich nicht dabei, als wir vor dem BTC aus dem Bus stiegen. Unser fotografisches Gedächtnis sorgte allerdings dafür, dass wir nichts vergaßen und wiedermal voll bepackt die Wohnung betraten.

Jetzt kann uns hier wirklich nichts mehr erschüttern. Wir haben endlich erreicht, worauf wir in den ersten drei Wochen gewartet haben. :-)