An diesem Wochenende waren wir komplett mit diversen Veranstaltungen ausgebucht: Am Freitag stand das "Get-to-know-each-other-Dinner" auf dem Programm. Leider hatten die Organisatoren dieses Abends anscheinend nicht genug Kombinationsgabe, dass sie so weit gedacht hätten, ein größeres Lokal auszusuchen. Von den ungefähr 500 Incomings in Slovenien konnten sich deshalb für diesen Abend nur etwa 50 Personen anmelden. Diese Gruppe fand sich um 18:00 im Fresco ein.
Dort bekamen wir dann ein dreigängiges Menü, das uns zwar nicht unbedingt umhaute, trotzdem war es genießbar. Der Abend war sehr nett, wenn es mit dem "get to know each other" bei der gewählten Sitzordnung (nämlich der Großteil an einer Tafel, also nebeneinander und der Rest auf kleine Tische verteilt) und aufgrund des nicht vorhandenen Platzes nicht so hinhaute. Wir redeten dann eben mit unseren Sitznachbaren, welche wie wir nach kurzer Zeit feststellten alle Deutsch redeten, außer natürlich zwei Spanier und die Finnen :-)
Nach dem Dinner machten sich Maria und ich gleich auf den Nach-Hause-Weg um am nächsten Tag für den Ausflug ausgeschlafen zu sein.
Gestern stand also der Trip zu den Postojna Caves und zum Predjama Castle an. Um 10:30 trafen sich alle beim Tivoli-Park, wo bereits unsere zwei Busse auf uns warteten. Nach einem kurzen Chaos, wie denn überprüft werden sollte, ob alle, die sich angemeldet haben, anwesend sind und ob auch ja niemand, der nicht für den Ausflug bezahlt hatte, in den Bus stieg, fuhren wir los. Bereits nach einer Stunde waren wir auch schon da.
Der Tag war wunderschön, die Sonne scheinte und es war deshalb recht angenehm (wenn man nicht direkt im kalten Wind stand). Vor den Höhlen bekamen wir unsere Tickets und um 12:00 öffnete sich die Tür zu den Postojna Caves. Es handelt sich hierbei um eine Karst-Erscheinung, die ein Wahrzeichen von Slowenien darstellt => ein zwei Millionen Jahre altes und 27 km langes Tropfsteinhöhlensystem.
Die Führung durch die Höhlen begann mit einer kurzen Zugfahrt durch die Höhlen. Ungefähr in der Mitte bzw. am höchsten Punkt angelangt, begann die geführte Tour mit einem Guide, der sich in den Höhlen sehr gut auskannte. Trotzdem erzählte er uns, könnte er sich in den komplizierten Gängen bei Dunkelheit auf keinen Fall zurecht finden und wäre verloren. Uns wurde dies kurz demonstriert, da das Licht für einen Moment ausfiel (keine Ahnung, ob das zur Show gehörte) und wir uns in völliger Dunkelheit befanden ...
Obwohl es eigentlich verboten gewesen wäre, Fotos zu machen, hat niemand etwas dagegen eingewendet, wenn wir wild herumgeblitzt haben... wie auch immer, meine Fotos sind fast alle verschwommen oder so :-(
Die Führung startete also beim höchsten Punkt, ging weiter über die "Russenbrücke" durch die Spaghetti-Hall in die Red- und die White-Hall und endete, als wir nach der Brilliant-Hall den tiefsten Punkt erreicht hatten und zurück in die größte Halle gingen, wo manchmal sogar Konzerte etc. veranstaltet werden.
In dieser großen Halle gab es außerdem ein Aquarium, in dem ein Tier zu sehen war, welches es weltweit nur in den Slowenischen Karst-Höhlen gibt: den "human fish"
Nachdem wir diese komische Laune der Natur auch eingehend betrachtet hatten führte uns unser Begleiter wieder zurück zur "Slowenischen U-Bahn-Station" und wir beendeten unseren Höhlenbesuch mit einer letzten Zugfahrt :-)
Gleich darauf ging es weiter zum Predjama-Castle. Jama ist slowenisch und bedeutet Höhle. Über setzt heißt dieses Bauwerk also: "Vorhöhlen-Schloss" und das zurecht, denn diese Burg wurde vor eine etwas kleinere Karst-Höhle gebaut. Wir lernten dort, dass sich das Schloss früher (im 12. Jhdt) noch in der Höhle befand, später wurde das ganze aber nach außen versetzt und es gibt jetzt also ein Vorhöhlen-Schloss. Leider wird der Teil des Schlosses, der sich in der Höhle befindet, gerade restauriert, deswegen konnten wir dort nicht hineingehen. Unsere Führerin erzählte uns viel über die Legenden und die Geschichte dieses Schlosses, was sehr interessant und lustig, aber auch erschreckend war. So gab es zum beispiel in dem mittelalterlichen Schloss einen eigenen Gerichtssaal. Gleich nebenan befand sich die Folterkammer und der Kerker... in die Folterkammer hatte man übrigens den besten Ausblick vom Schlafzimmer aus!!!
Weiters gab es im Gericht eine sehr mysteriöse Tür aus Eisen, als wir danach fragten, erzählte uns die Führerin, dass sich dahinter nur ein Loch befindet - ein Tunnel, der 60 Meter weit abfällt. "Mit Hilfe dieses Loches wurde die Todesstrafe vollzogen, was sehr effizient war" (so die Frau)
Die Hälte der Wände des Schlosses stellen übrigens logischerweise die Felsen dar. Deswegen war es drinnen ausgesprochen kalt und ich war froh, wieder in die Sonne zu kommen, als wir von dem Gebäude alles gesehen hatten.
Nach diesem wirklich sehenswerten Ausflug kamen wir dann um ca. 17:30 mit einem Mordshunger wieder in Ljubljana an. Deswegen machten wir uns schleunigst auf den Weg irgendwohin etwas essen. Wir wurden von Johanna, Henriikka und dem Belgier Nicolas begleitet. :-)
PS: Schwarzwald-Palatschinken (Desert) sehr zu empfehlen!!!
Sonntag, 17. Februar 2008
Postojna Caves und Predjama Castle
Eingestellt von
Julia Knapp
um
17:52
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2 Kommentare:
oba etz bisch fleißig mit aktualisieren *g*
nett zum durchlesen!
bussal carmen
heeee, mia hom nit immer frei... :) es hot oba erst de woche so richtig ugfong. ok, a nit unbedingt richtig! oba des kimmt scho no!! *gg*
bussal
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