Donnerstag, 6. März 2008

Die Woche danach!

Nach einem derartig ereignisreichen Wochenende auch noch eine anstrengende Woche zu haben ist wirklich extrem!!! Ich kann das bezeugen.
Der Montag war für Maria und mich schon gleich ein äußerst aktiver Tag. Wie schon letzte Woche erwähnt, wollten wir uns einem Aerobic-Programm anschließen. Damals hat uns eine sehr unhöfliche Frau gleich wieder weggeschickt. Deswegen versuchten wir es dieses Mal etwas früher. Der Kurs startete um 13:30, weshalb wir schon um 13:00 an der Tür der zuständigen Person klopften. Ein Mann öffnete uns, der uns sehr nett empfing und sich über unser Interesse an seinem Sportkurs freute. Er informierte uns, dass wir als "Nicht-Studenten-der-Pädagogischen-Fakultät" nicht gratis teilnehmen können. Wir müssten € 20,-- zahlen und könnten dann das ganze Semester lang immer wenn wir wollen an den Sportmöglichkeiten teilnehmen. Nach einer kurzen Beratung mit Maria willigten wir ein und konnten uns gleich umziehen, um um halb 2 beim Aerobic mitzumachen...
Wir hatten natürlich keine Ahnung, was auf uns zukommt und ich war durchaus etwas nervös, da ich mich mit meiner schwachen Kondition nicht blamieren wollte. Das war eine volle Stunde Training pur. Zu meinem großen Erstaunen konnte ich mithalten. :-)
Auf das Parlament-Pub-Erasmus-Treffen verzichteten wir diese Woche nach dem Slowenisch Kurs jedoch wie die meisten derjenigen, die in Kranjska Gora waren. (nur die Portugiesen waren da...)

Am Dienstag beging ich nun einen großen Fehler. Maria und ich hatten eigentlich nichts für den Abend geplant. Doch Joffrey (F) lud uns nach der Vorlesung auf eine Geburtstagsparty eines/einer seiner Freunde ein. Obwohl sich mein Hals schon am Abend nicht mehr so gut anfühlte, sagten wir trotzdem zu und fuhren um 22:00 ins Studentenheim. Der slovakische Freund von Joffrey war dann eine Freundin, die wir noch nie gesehen hatten. Trotzdem freute sie sich, dass wir auch auf ihre Party kamen :-)
Das große Übel dort war allerdings der extreme Zigarettenrauch. Auch wenn mir das normalerweise nichts ausmacht. War es für meine Atemwege einfach zu viel und bereits nach einer halben Stunde war meine Stimme futsch.
Trotzdem begleiteten wir Laurienne (eine Französin) noch auf die legendere Dom-A-Party, welche jeden zweiten Dienstag stattfindet. Es handelt sich hier um eine Kellerparty im Block A des Studentenheimes. Dort war extrem viel los und es wurde wieder extrem viel geraucht. Um ungefähr 1:00 war es mir deshalb genug und wir riefen uns ein Taxi.
An diesem Tag begann es in Ljubljana übrigens extrem zu schneien, noch etwas, was für meine Erkältung sehr förderlich war.

Am nächsten Tag, gestern, war es mit meiner Stimme endgültig vorbei. Die Vorlesung begann schon um 08:30. Maria beschloss, gar nicht hinzugehen und ich kam erst auf 09:10 oder so. Und da saß ich dann mit meiner Thermosflasche voll Tee und konnte mit niemandem reden, da ich keinen Pieps mehr herausbrachte :-(
Zu Mittag trafen sich Maria und ich um uns für die Balkantour in den Spring-Holidays anzumelden. Nach langem Hin und Her beschloss ich mich nämlich doch, daran teilzunehmen. Wir hatten Glück, denn es gab insgesamt nur 45 Plätze und wir waren bereits 2 der letzten 5.
Zu Mittag probierten wir gestern etwas Neues: "Da Bu Da", ein Thailänder im Zentrum Ljubljanas. Dieses Lokal zog schon mehrmals von außen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Ich muss schon sagen - dieses Restaurant gehört jetzt zu meiner Bestenliste :-)
Vor allem die Toilette war sehr ansehnlich: Das Waschbecken war nämlich nicht normal, sondern das Wasser floss dort in Stufen ab... so wird Händewaschen zu einem Erlebnis *gg*
Der Slowenisch-Kurs, bei dem es natürlich hauptsächlich darum geht, seine Sprachfähigkeiten zu üben, war für mich der Horror. Neja war allerdings so gütig, mich nachdem ich mich einige Male sehr plagen musste, nicht mehr dran zu nehmen und so konnte ich meine Stimmbänder mit Schweigen schonen.

Heute hatten wir unseren ersten Test: Wir mussten für Globalization and International Trade, ein Kapitel aus einem Buch lesen, was übrigens sehr interessant war. Um zu überprüfen, ob wir es auch wirklich gelesen hatten, mussten wir zu Beginn der Vorlesung zwei Aufgaben bearbeiten, die daraus bestanden, eine ökonomische Theorie anhand von Beispielen, die in dem Artikel erwähnt wurden, zu erläutern. Gar nicht so einfach, doch ich denke, wir haben das schon irgendwie gemeistert.
Die Vorlesung selbst war extrem langweilig und ich musste einige Male extrem mit dem Schlaf kämpfen, deswegen war ich sehr erleichtert, als der Lektor endlich um 14:00 das Ende und somit für uns das Wochenende ankündigte.

Auf unserem Nach-Hause-Weg schauten Maria und ich heute noch beim Bahnhof vorbei. Wir spielen nämlich mit dem Gedanken, einen Ausflug nach Zagreb zu machen. Das Zugticket kostet erstaunlicherweise nur 18,40 mit der österreichischen Vorteilscard. :-) Wir haben das Ticket jedoch noch nicht gekauft. Ich muss erst mal sehen, ob es mir am Wochenende wieder besser geht...
Marias Tutorin, Laura, hätte heute eigentlich irgendetwas geplant. Ich habe ihr jedoch schon abgesagt, da ich lieber wieder gesund werde und auch Maria hat keine Lust mehr...
Wir werden uns jetzt schön gemütlich auf die Couch begeben und uns mit "Germany's next Topmodel" amüsieren...
(Für alle, die sich jetzt denken "Oh Gott!!!" - ich stehe wenigstens dazu!!!!!)

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