Sonntag, 9. März 2008

Zagreb

Nachdem ich mich am Freitag ziemlich gut erholt hatte und sogar wieder normal reden konnte, beschloss ich, doch zusammen mit Maria am Samstag nach Zagreb zu fahren. :-)

Unser Zug fuhr schon um 08:35 los, wir mussten also ziemlich früh aufstehen, damit wir auch ja pünktlich am Bahnhof waren und unsere Tickets noch kaufen konnten. Man weiß hier ja nie, in welchen Abständen die Busse so kommen...
So waren wir schon um 07:45 am Bahnhof und trafen dort zu unserem Erstaunen Janne (Finnland), der auf sein gemietetes Auto wartete. Dieses Wochenende ist nämlich seine Familie zu Besuch in Ljubljana und er unterhielt sie indem er mit ihnen einen Ausflug zu den Škocjan Caves machte.
Wir machten unsere letzten Besorgungen: Zugticket, Jause, Zeitung und gesellten uns noch eine Weile zu ihm. Wir blieben nicht lange zu dritt, denn schon kamen die nächsten Bekannten vorbei: Laura (Slo) und Panu (Fi), die zu einem anderen Finnen, den wir noch vom ersten Sprachkurs kennen (Tuomo), nach Maribor fuhren. Schon lustig, wen man am Bahnhof so trifft... Apropos Bahnhof: Zeugen Jehovas gibt es auch in Ljubljana und auch hier bekommt man jede Menge Hefte mit. Allerdings heißt es hier nicht "Der Wachturm" sondern "Awake" (ja... es gibt sie sogar in Englisch!!)

Wie auch immer, kam unser Zug pünktlich um 08:35 und wir besetzten sofort das erste freie Abteil auf dem 2 stand. Komischerweise unterschied sich unser Abteil nicht von dem, auf dem 1 stand... Wir dachten jedoch nicht weiter darüber nach und machten es uns gemütlich. Bis ... ja bis die Schaffnerin kam... und uns verjagte, da wir ein Zweite-Klasse-Ticket hatten und so nicht in der ersten Klasse sitzen dürfen. Ich wieß sie darauf hin, dass auf unserem Abteil 2 steht, doch sie erwiederte nur barsch, dass dies die Nummerierung der Abteile sei ... Ups!!!
Die anderen Abteile waren natürlich schon ziemlich voll. Doch für diese Zwei-Stunden-Fahrt reichte uns natürlich auch weniger Platz.
An der Grenze hatten wir einen ziemlich langen Aufenthalt. Wir mussten unsere Pässe und Tickets 3-4 Mal herzeigen und wurden mehrmals gefragt, ob wir irgendetwas illegales bei uns hätten. So erreichten wir mit einer Verspätung von einer halben Stunde Zagreb und besorgten uns sofort einen Stadtführer, der wie wir leider zu spät feststellten Kroatisch war. Zumindest konnten wir so jedoch mit Hilfe des Stadtplanes zur Touristeninformation finden. Dort angelangt deckten wir uns mit Stadtführern, Stadtplänen und so weiter ein und starteten unsere Sight-Seeing-Tour.
Die Stadt Zagreb ist wirklich sehenswert. Auch hier kann man sehr gut sehen, welchen Aufschwung die Stadt jetzt erlebt und man findet moderne Bauten neben alten Ruinen. Auf der Hälfte unseres Rundganges begann es leider zu regnen, doch wir waren für diesen Fall ausgerüstet, packten unsere Schirme aus und setzten unsere Tour fort.
Um ca. halb zwei trafen wir uns mit der finnischen Laura, die schon am Freitag mit zwei anderen Finnen nach Zagreb gefahren war, im Zentrum und gingen zusammen Mittagessen.
Mit vollgeschlagenen Bäuchen wollten wir dann Lauras Begleiter wieder treffen, damit sie ihr restliches Gepäck wieder bekam, um dann das Museum Mimara anzusehen. Leider dauerte es eine Weile, bis wir die Finnen gefunden hatten und hatten dann keine Zeit mehr, um uns das Museum anzusehen, da es schon um 17:00 schloss. Deswegen setzten wir uns mit den beiden in ein Cafe und tranken Tee/Kaffee, während die zwei Männer Bier und Schnaps tranken. Unbedingt beeindruckt haben mich die beiden nicht und ich genoss ehrlich gesagt ihre Anwesenheit nicht wirklich, deswegen war ich froh, als wir 3 uns wieder auf den Weg machten um noch irgendetwas von Zagreb zu erkunden.
Wir machten also noch die zweite Stadttour, die vor allem durch schöne Grünanlagen und in verschiedene Parks führt und beendeten unsere Tour um 17:00 am Bahnhof. Da unser Zug allerdings erst um 18:10 abfuhr, mussten wir noch eine Stunde irgendwie überbrücken.
Wir beschlossen also, uns noch in irgendein Lokal zu setzen und wie es der Zufall so wollte, entdeckten wir eine Ice-Bar... Das wollten wir uns natürlich näher ansehen. Wir bezahlten 30 Kunas Eintritt und bekamen dafür Wärmedecken-Mäntel, Kappen, sehr warme Handschuhe und ein Glas Bier und konnten so die Eisbar betreten... Trotz der Wärmeüberzüge hatten wir extrem zu kalt in dem -15° Raum, in dem ein sehr starker Wind wehte. Außerdem war in dem Preis ein Foto von uns inbegriffen, das wir nach unserem Besuch mitnehmen durften.
Obwohl wir uns danach nur schwer wieder aufwärmten (vor allem auch deshalb, weil die Heizung im Zug nicht funktionierte), war der Besuch in der Ice-Bar sehr lustig.

Die Fotos zu meinem Zagreb-Trip könnt ihr euch natürlich wie immer in meiner Bildergalerie ansehen!!

So und jetzt muss ich mich meinen 1000 Assignments zuwenden :-(
Man liest sich - zumindest noch einmal bevor ich am Donnerstag meine Oster-Heimreise antrete *freu*